Kräuterbeet reloaded – Kräuter teilen und vermehren

*Werbung* Der Frühling hat in diesem Jahr ziemlich auf sich warten lassen… aber dafür kommt er jetzt mit voller Kraft! Überall sprießt es und wir können endlich wieder in den Garten. Vor ein paar Tagen habe ich unser Kräuterbeet in Angriff genommen. Dafür hat mir „Seramis“ tolles Material zur Verfügung gestellt. Wenn Ihr jetzt denkt: „Seramis?? Das ist doch für Zimmerpflanzen!“ Dann geht es Euch genauso wie mir, als ich die Kooperationsanfrage bekommen habe. Doch der Hersteller bietet jetzt auch ein Outdoor-Granulat an. Und das dürfen wir nun für Euch ausprobieren 😉

Unser Terrassen-Kräuterbeet

Über unser Terrassen-Kräuterbeet haben wir hier im letzten Jahr schon einmal berichtet. Für den „Reload“ habe ich mir zunächst alles zusammengetragen, was ich so brauchte. Also Erde, unser Seramis-Granulat, 2 Große Mischkübel (einen zum mischen der neuen Erde, einer zum Entsorgen der alten), eine Gießkanne, eine kleine Handschaufel, …

Im Frühling sieht so ein Kräuterbeet ja immer ersteinmal ein bisschen trostlos aus. Viele Kräuter sind zwar Winterhart, ziehen sich aber in der kalten Jahreszeit komplett zurück. Nach einem kräftigen Rückschnitt Treiben sie dann im Frühling wieder neu aus. So z.B. Schnittlauch, Schnittknoblauch und Estragon.

Für unseren Rosmarin sieht es in diesem Jahr ganz schlecht aus. Der starke Frost im Februar und März hat ihn so sehr geschädigt, dass ich ihn austauschen muss. Zu meinem Glück hatte meine Mama noch eine Pflanze für mich übrig ♥ Auch der Thymian hat es nicht überlebt. Ich hatte die neue Pflanze schon gekauft, als ich die vielen Sämlinge entdeckt habe, die er im Rosmarin-Topf hinterlassen hat 😉

…die Pflänzchen habe ich natürlich als erstes „gerettet“!

Alles muss raus…

Wer einen „Topfgarten“ erneuern möchte, muss erstmal alles ausgeräumten. Die Kräuter-Stauden hatten riesige Wurzelballen gebildet. Daher habe ich die Schnittlauch-, Schnitt-Knoblauch- und Estragon-Ballen geteilt. So haben die verbleibenden Pflanzen in den Kübeln mehr Platz und ich hab ganz neben bei ein paar neue Pflanzen gewonnen. Vor allem Bei Estragon und Schnittlauch hieß das „aus eins mach vier!“

Ein Teil davon ist schon in Töpfen zu meiner lieben Schwester umgezogen…

Ein paar neue Kräuter haben wir uns auch gegönnt. Als Ersatz für die „Frost-Opfer“ der letzten Monate.

 

… und dann wieder rein

Bis hierher hat das ganze natürlich wieder mal viel mehr Zeit in Anspruch genommen, als ich dachte. Aber jetzt konnte endlich neu gefüllt werden. Dazu habe ich das Pflanz-Granulat im Verhältnis 1:5 mit Erde gemischt. Das Ergebnis war ein Substrat, was für mich einen tollen Eindruck macht.

Die Mischung ist richtig schön locker, wirkt aber trotzdem ganz kompakt und stabil. Das Granulat dient als Wasser- und Nährstoffspeicher. In der unteren Etage habe ich es mit Bio-Universalerde gemischt. So sind die nährstoffbedürftigen Kräuter, die hier einziehen, gut versorgt. Schnittlauch, Estragon, Schnittknoblauch, Oregano und Ysop teilen sich den großen Kübel.

In die beiden oberen Etagen ziehen, wie vorher, die Mediterranen Kräuter ein. Daher habe ich das Granulat etwas sparsamer eingesetzt und mit magerer Erde gemischt. Denn diese Kräuter mögen das so. Ein bisschen Wasserspeicher für „schlechte Zeiten“ kann aber auch hier nicht schaden. Das Mischverhältnis ist hier ungefähr 1:10.

So sieht unser Beet jetzt aus. In der Mitte habe ich etwas Platz gelassen. Die Lücke soll ein Zwerg-Salbei schließen, den ich bei Rühlemann´s bestellt habe. Durch den hängenden Rosmarin wirkt unser Türmchen aber trotzdem nicht so schrecklich leer…

Im unteren Bereich habe ich eine Lücke für Basilikum frei gehalten. Den habe ich auch gleich direkt eingesät. Ich hoffe, das war nicht zu voreilig 😉

Jetzt ist unser Terrassen-Kräuterbeet fit für den Sommer! Die Pflanzen haben wieder Platz und frische Erde – und das sogar mit Wasser Reservoir!

Was das Seramis Outdoor-Granulat sonst noch kann

Für den ersten Test habe ich mich darauf beschränkt, aus dem Seramis-Outdoor-Planzgranulat einen Erde-Mix herzustellen. Das Granulat kann aber noch viel mehr…

Grundsätzlich dient es als Wasser- und Nährstoffspeicher. Nach Hersteller-Angaben kann es mehr als 100% seines eigenen Gewichts an Wasser aufnehmen. Dieses wird dann nach Bedarf an die Planzen wieder abgegeben. Daher könnt Ihr damit jede Erde aufbessern. Das Mischverhältnis kann dem Bedarf der Pflanzen angepasst werden.

Zusätzlich könnt Ihr das Granulat als Drainage verwenden. Dazu gebt Ihr eine dicke Schicht davon pur auf den Boden Eures Pflanzgefäßes. So hilft es gegen Staunässe an den Planzen und dient auch hier als Wasserspeicher.

Schlussendlich könnt Ihr das Outdoor-Granulat auch als Deckschicht auf der Pflanzerde nutzen. Hier schützt es vor Verdunstung bei Hitze und Sonneneinstrahlung. Sobald unser Basilikum groß genug ist, werde ich so eine Schicht wohl auch auf unserer „unteren Kräuter-Etage“ aufbringen.

So, ich bin jetzt wirklich ganz gespannt, wie sich unsere Kräuter in diesem Jahr entwickeln. Und ob ich vielleicht ein bisschen weniger gießen muss 😉 Folgt uns doch auf Instagram – da halten wir Euch über alles auf dem Laufenden 😉

♥lichst

Eure Gartenkinder

2 Kommentare bei „Kräuterbeet reloaded – Kräuter teilen und vermehren“

  1. Barbara.gerlach@gmx.de sagt: Antworten

    Hallo Claudia,
    Das hört sich sehr interessant an.
    Wie sieht das denn mit Seramis aus wenn es auf dem Kompost landet?
    Verortet es dann oder muss Mann alles raussuchen?
    Liebe Grüße
    Barbara

    1. Hallo Barbara,
      das Granulat besteht aus Ton. Ich denke, es verrottet nicht so schnell. Allerdings verwendet man es ja gemischt mit Blumenerde. Das Verhältnis Seramis zu Erde kann dabei bis zu 1:9 betragen. Die Mengen die da im Kompost landen, würde ich ohne Bedenken mit auf dem Gemüsebeet verteilen.
      Ganz herzliche Grüße aus Bielefeld,
      Claudia

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