Tomatenpflanzen hegen und pflegen

Ach, wie wir uns schon auf unsere ersten eigenen Tomaten in diesem Sommer freuen! Die köstlichen roten Früchte gehören jedes Jahr im Sommer zu unseren Favoriten. Da dürfen sie im eigenen Gemüsegarten natürlich auf keinen Fall fehlen. Seit der Anzucht auf der Fensterbank ist schon eine Weile vergangen. Und es dauert auch noch etwas  bis zur ersten Ernte. Bis dahin werden wir die Pflänzchen natürlich hegen und pflegen…

Hatte ich „Pflänzchen“ gesagt? Genau genommen sind unsere Pflänzchen inzwischen zu ganz stattlichen Tomatenpflanzen herangewachsen. Bis zur Ernte brauchen die jetzt aber ein bisschen Aufmerksamkeit. Damit Sie möglichst viele köstliche Tomaten hervorbringen.

Die richtige Erde wählen

Zunächst einmal ist es wichtig, Tomatenpflanzen mit der richtigen Erde zu versorgen. Tomaten gehören zu den so genannten Stark-Zehrern. Das heißt, sie brauchen für ein gutes Wachstum viele Nährstoffe. Besonders Kalium ist wichtig für die Pflanzen. Bei uns stehen die meisten Tomaten im Gewächshaus. Hier haben wir beim Aufbau des Hauses frische Komposterde eingefüllt (Davon haben wir hier berichtet). Darin wachsen unsere Tomaten wie verrückt.

Unsere „Topf-Tomaten“ stehen in einer Mischung aus Gartenerde und Kaninchen-Mist. Bei uns im Verhältnis 4:1. Allerdings besteht unsere Gartenerde auch aus purem Sand 😉 Das Mischverhältnis von Erde und Dünger / Mist hängt immer von der Bodenbeschaffenheit ab. Im Gartenmarkt könnt Ihr auch spezielle Tomatenerde kaufen. Ich würde hier immer zur Bio-Variante greifen.

Aus gesiebter Gartenerde und Kaninchenmist lässt sich prima Tomatenerde herstellen

Der perfekte Standort für Eure Tomaten

Tomaten sind Sonnenkinder. Sie brauchen viel Licht und Wärme. Außerdem mögen die meisten Tomatensorten keine Feuchtigkeit von oben. Ihr solltet Euren Tomaten daher den sonnigsten Fleck in Eurem Garten oder auf dem Balkon reservieren. Wer ein Gewächshaus hat, hat es einfach. Darin haben die Pflanzen so viel Licht und Wärme, wie sie brauchen. Bevor wir unser Gewächshaus hatten, standen unsere Tomatenpflanzen immer an der Westseite unseres Hauses. Der Dach-Überstand bietet dort genügend Schutz vor Wind und (Regen-)Wetter.

Zwei Pflänzchen haben wir auch in diesem Jahr an der West-Wand platziert 😉

Es lohnt sich auch, auf die Nachbarschaft Eurer Tomaten besonders acht zu geben. Tomaten verstehen sich gut mit Petersilie, Basilikum und Knoblauch. Der Duft dieser Pflanzen hält ihnen lästige Schädlinge vom Leib. Auch Ringelblumen sind gute Partner für Tomaten. Sie locken Bienen zum Bestäuben der Blüten an…

Gute Nachbarschaft im Gemüsebeet kann das Wachstum fördern

Die wichtigsten Pflegemaßnahmen

Das wichtigste ist wohl: gießen, gießen und nochmal gießen! Vor allem, wenn Eure Pflanzen in Kübeln stehen. Denn dort steht Ihnen ja nur eine sehr begrenzte Menge an Wasser und Nährstoffen zur Verfügung. Tomatenpflanzen brauchen viel Wasser um zu Wachsen und Ihre Früchte auszubilden. Mit dem Düngen bin ich immer etwas vorsichtig. Da wir beim Einpflanzen gut Düngen haben die Pflanzen erst einmal alles, was sie brauchen. Ich dünge nur dann, wenn ich das Gefühl habe, den Pflanzen fehlt es an Kraft. Denn wenn man Tomaten „überdüngt“ bekommen sie faulige dunkle Stellen.

Habt Ihr schon einmal den Ausdruck „ausgeizen“ gehört? Hört sich lustig an. Ist aber eine sinnvolle Maßnahme zur Pflege Eurer Tomatenpflanzen. Ausgeizen bedeutet, kraft-raubende Triebe von der Pflanze zu entfernen. Die Geiz-Triebe wachsen in den Blatt-Achsen Eurer Tomaten. Sie machen die Pflanze buschig und rauben Ihr wertvolle Kraft. Entfernt Ihr die Triebe, dann fällt die Ernte üppiger aus. Aber, wie erkennt Ihr diese „Geize“? Ganz einfach? sie wachsen in der Bitte zwischen dem Haupt-Trieb und einem Seitentrieb. Je früher Ihr diese Triebe entfernt, umso weniger groß ist die Wunde, die Ihr der Pflanze zufügt.

so sieht ein Geiz-Trieb aus. Ihr könnt ihn einfach vorsichtig mit der Hand ausbrechen

Das Ausgeizen bewirkt, dass die Pflanze hoch und schmal wächst. Das macht Sie weniger Standfest. Daher solltet Ihr Euren Tomaten immer einen Stab als Stütze gönnen. Wir nehmen dazu die klassischen Spiral-Förmigen Tomatenstäbe. Ihr könnt aber auch einfache Bambus-Stäbe nehmen und die Pflanze mit Bast oder Sisal locker anbinden. Sowohl das ausgeizen als auch das anbinden entfallen bei kleineren Strauch-Tomatensorten.

Bisher danken uns die Tomatenpflanzen unsere Fürsorge 😉 Und wir hoffen auf ganz ganz viele leckere Früchte. Die ersten Fruchtansätze sind sogar schon zu sehen.

Wenn Ihr noch ein paar gute Tips für uns habt… wir freuen uns immer über Eure Kommentare!

♥lichst

Eure Gartenkinder

1 Kommentar

  1. […] regelmäßig ausgeizen! – Was das heißt das könnt Ihr hier […]

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