Chilis haltbar machen – heute mal eingelegt

Vermutlich könnt Ihr es nicht mehr hören – oder lesen. Ich möchte schon wieder etwas über Chilis berichten. Zum letzten mal in diesem Jahr – versprochen  😎 . Noch einmal geht es darum, die scharfen Früchtchen haltbar zu machen…

Unsere erste Ernte haben wir getrocknet. So können wir die Chilis später im Mörser oder einer Gewürzmühle zerkleinern und nutzen. In einem unserer letzten Beiträge haben wir davon berichtet. Dieses mal haben wir unsere Peperoni eingelegt.

Um ehrlich zu sein habe ich noch nie irgendetwas „eingemacht“. Also musste ich mich erstmal mit Rezepten befassen. Hier gibt es im Netz und in Büchern so einige Rezepte. In Öl, in Essig, in Alkohol… Schnell war klar, dass wir die Chilis in Essig einlegen würden. Alkohol kommt für uns nicht in Frage. Die Kinder essen schließlich mit. Beim Einlegen von Chilis in Öl kann sich ein Giftstoff bilden, welchen man weder sehen noch riechen kann. Das möchte ich natürlich nicht unbedingt ausprobieren… In einem Beitrag auf der Seite Pepperworld wird dies näher erklärt. Schade, denn ein tolles Rezept zum Einlegen gibt es bei yeolde kitchen. Da hier aber Öl im Spiel ist, werde ich das im nächsten Jahr an anderem Gemüse ausprobieren müssen…

Langer Rede kurzer Sinn: wir haben uns auf Rezepte mit Essig konzentriert. Auch hier gibt es einige unterschiedliche mit ganz unterschiedlicher Zusammensetzung. Aus all den Infos, die ich dazu gefunden habe, habe ich dann das folgende Rezept „kreiert“

Man nehme:

Einmachgläser
Chilis (in unserem Fall 130 Stück, ca. 700 g),
1 l Wasser
500 ml Weißweinessig
1-2 Eßl. Rohrzucker
ca. 40 g Meersalz
500g Meersalz für die Salzlage
frischer Ingwer (1-2 kleine Scheiben pro Glas)

Und los geht´s:

Die Chilis gründlich waschen. Je nach Geschmack und Größe kann man die Schoten ganz lassen. Alternativ könnt Ihr sie halbieren und die Kerne grob entfernen. Dabei solltet Ihr bei scharfen Sorten auf jeden Fall Handschuhe tragen!!!

Nun werden die scharfen Schoten in eine große Schüssel gegeben. Löst 500g Meersalz in 2l Wasser auf. So stellt Ihr eine Salzlake her. Damit werden jetzt  die Chilis übergossen. Das ganze beschwert Ihr am besten mit einem Teller oder ähnlichem. Alle Schoten müssen mit der Lake bedeckt sein. Das ganze muss jetzt über Nacht stehen bleiben. So entzieht Ihr Euren Chilis Feuchtigkeit und macht sie aufnahmefähiger für die Essig-Lösung.

Am nächsten Tag werden die Schoten kurz abgespült und trocken getupft. Jetzt geht das eigentliche „Einmachen“ los.

Die Einmachgläser sollte man in einem großen Topf mit kochendem Wasser sterilisieren. Nach dem Herausnehmen – Achtung, verbrüht Euch dabei nicht! lasst Ihr sie abtropfen (nicht abtrocknen!).

Nehmt nicht zu große Gläser. Vor allem bei sehr scharfen Sorten solltet Ihr immer bedanken, dass Ihr ein angebrochenes Glas dann auch in einigen Tagen verbrauchen müsst.

Wasser, Essig, 40 g Salz, Zucker und Ingwer werden nun kurz aufgekocht. Bitte nicht zu lange, damit die Säure nicht verfliegt.

Die Chilis füllt Ihr nun in die vorbereiteten Gläser ein. Diese füllt Ihr anschließend mit dem heißen Essig-Sud auf. Auch hier müssen wieder alle Schoten mit der Flüssigkeit bedeckt sein.

Wenn Ihr Schraubgläser verwendet, könnt Ihr diese jetzt bis zum Abkühlen einfach auf den Kopf stellen. Dabei sollte ein Vakuum entstehen. Dies könnt Ihr überprüfen, indem Ihr auf den Deckel drückt. Wenn ein Vakuum entstanden ist, lässt er sich nicht weiter eindrücken.

Wir haben klassische Weck-Gläser mit Gummi-Ringen benutzt. Diese habe ich nach dem Verschließen vorsichtshalber für 15 Minuten in einen großen Topf mit leicht kochendem Wasser gestellt. Also wirklich „eingekocht.“

Jetzt heisst es warten…

Jetzt ist Geduld gefragt. Eingemachtes soll vor dem Verzehr erstmal mindestens 4 Wochen durchziehen. Na dann… Vielleicht müssen wir dann Im Herbst doch noch einmal über unsere schärfste Ernte berichten. Dann können wir Euch auch sagen, ob sich das nachmachen lohnt  😉

Und unser Chili-Pflanzen? Die hängen immer noch voller Beeren. Ich hab mir schon von meinem lieben Mann die Erlaubnis geholt, wenigstens einige ins warme Zimmer zu retten. Vielleicht reift noch einiges nach?!

pflanzen_nach_der_ernte

Wie ist das denn eigentlich bei Euch? Seid Ihr Profis im „einmachen“? Oder ist das bei Euch – wie bei uns bisher auch – nur was für „Omi“? Mir hat es richtig Spass gemacht, selbst geerntetes zu konservieren. Wir wünschen Euch viel Spaß beim ausprobieren!

Eure Gartenkinder

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